Prepaid-Kreditkarte ohne Schufa: So geht’s!

Um eine Kreditkarte zu bekommen, ist eine positive Schufa-Prüfung nötig. Aber was bedeutet das? Wir beantworten diese Frage in diesem Artikel:

Die Schufa ist eine deutsche Firma, die u.a. von mehreren Banken und Handelsunternehmen gegründet wurde. Die Schufa sammelt Informationen über das Zahlungsverhalten von Leuten. Wenn man wissen möchte, ob jemand in der Vergangenheit seine Rechnungen bezahlt hat, kann man (mit Einverständnis der betroffenen Person) einen Bericht von der Schufa über diese Person bekommen. Dies wird üblicherweise als „Schufa-Prüfung“ bezeichnet.

Wenn jemand in der Vergangenheit immer seine Rechnungen bezahlt hat, so fällt der Schufa-Bericht positiv aus. Ein positiver Schufa-Bericht ist ziemlich kurz und sieht ungefähr so aus:

Gab es bei der überprüften Person jedoch in der Vergangenheit für Firmen oder Vertragspartner Probleme, ihr Geld zu erhalten, so sind diese Probleme im Schufa-Bericht gelistet. Man nennt das dann „negative Schufa-Einträge“.

Folgende Ereignisse können negative Schufa-Einträge nach sich ziehen:

  • Jemand kauft etwas auf Rechnung (z.B. im Internet), bezahlt dann aber nicht.
  • Jemand schließt einen längerfristigen Vertrag ab (z.B. einen Handyvertrag oder einen Pay-TV-Vertrag). Nach einigen Monaten kann er oder sie aber die regelmäßigen monatlichen Zahlungen nicht mehr begleichen.
  • Jemand hat einem Vertragspartner eine Abbuchungserlaubnis gegeben, etwa für einen Kauf oder für ein Abo. Nachdem die vereinbarte Summe abgebucht wurde, lässt er oder sie die Abbuchung jedoch wieder zurückgehen.
  • Jemand nimmt einen Kredit auf, zahlt aber nicht im vereinbarten Zeitrahmen zurück, sondern versäumt häufig Rückzahlungsraten.
  • Ganz besonders schlecht: Jemand zahlt nicht, es gibt ein langes Hin und Her mit Zahlungserinnerungen und Mahnungen, am Ende kommt es zu einer richterlich angeordneten Kontopfändung.

Solche Einträge in der eigenen Schufa-Akte zu haben, ist schlecht. Das Problem ist, dass es in der Zukunft schwierig werden kann, bestimmte Sachen zu kaufen oder Verträge abzuschließen.

Denn: Wenn Firmen im Schufa-Bericht eines möglichen neuen Kunden schlechte Einträge finden, gehen sie davon aus, dass es auch in der Zukunft Probleme mit dem Kunden geben könnte – und verzichten dann meist lieber darauf, einen Vertrag abzuschließen.

Kreditkartenanbieter sind ein typisches Beispiel dafür: Wer eine Kreditkarte herausgibt, will sicher sein, dass sein Kunde, dem einer eine Kreditkarte ausstellt, auch wirklich in der Lage ist, die monatliche Kreditkartenrechnung zu bezahlen. Daher kann es schwierig werden, eine Kreditkarte zu bekommen, wenn die Schufa-Prüfung negativ ausfällt. Üblicherweise heißt es: Negative Schufaprüfung = keine Kreditkarte.

Was tun, wenn man einen negativen Schufa-Eintrag hat, aber dennoch gerne eine Kreditkarte hätte?

Die Antwort auf diese Frage lautet: Einfach statt einer „normalen Kreditkarte“ eine aufladbare Kreditkarte holen! Denn: Aufladbare Kreditkarten (übrigens auch Prepaid-Kreditkarten genannt) erfordern keine Schufa-Prüfung. Somit können auch Leute, die bei der Schufa negative Einträge haben, problemlos eine Kreditkarte bekommen.

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